Die Vollversammlung der Jusos Dresden möge beschließen und an den SPD-Unterbezirksvorstand mit Ziel der Weiterleitung an die SPD-Stadtratsfraktion weiterleiten:

Wir sprechen uns dafür aus, das Modell der Jugendberufsagentur auch in der Landeshauptstadt Dresden zu etablieren. Die Stadtverwaltung möge dafür in Gespräche mit dem Jobcenter Dresden, der Agentur für Arbeit Dresden und der Sächsischen Bildungsagentur – Regionalstelle Dresden treten. Vorbild für die Umsetzung können dabei das im September 2016 eröffnete „Haus der Jugend“ in Leipzig oder die in Hamburg seit 2012 flächendeckend bestehenden Jugendberufsagenturen sein.

In der Jugendberufsagentur sollen innerhalb eines gemeinsamen Dienstleistungs- und Hilfesystems die verschiedensten Kompetenzen an einer Stelle vereint werden. Die gemeinsame Einrichtung soll Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum Alter von 27 Jahren bei der Berufsorientierung, der Ausbildungsplatzsuche und letztendlich dem Übergang in das Arbeitsleben behilflich sein. Zu diesem Zweck wird ein einheitlicher Außenauftritt etabliert und ein gemeinsamer Standort geschaffen, an dem die Zuständigen aus den verschiedensten Rechtskreisen zusammenarbeiten.

Begründung

Alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Dresden sollen eine oder auch mehrere Chance auf eine gute berufliche Ausbildung oder ein Studium erhalten. Viel zu vielen jungen Menschen gelingt der Berufseinstieg noch gar nicht oder nicht zufriedenstellend. Das Modell der Jugendberufsagenturen bündelt alle dafür notwendigen Kompetenzen an einem Anlaufpunkt. Egal ob es um schlechte Leistungen in der Schule, familiäre Probleme oder die konkrete Vermittlung von Angeboten geht – Jugendliche sollen hier nicht von Behörde zu Behörde geschickt werden, sondern alle AnsprechpartnerInnen unter einem Dach finden. Die schrittweise Einführung dieses Modells ist auch Inhalt der Koalitionsvereinbarung auf Landesebene.